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Wer hier schreibt!

Wer steckt hinter Graustufen?

Hier bei Graustufen schreibt Chris Vielhaus, ein relativ durchschnittlicher Masterstudent der Politikwissenschaft in seinen Mittzwanzigern, wie es sie in Deutschland zu Tausenden gibt.

In der Regel gestaltet sich der Alltag als ein solcher in Form der "üblichen"
Studentenbeschäftigungen: 
  • Unmengen an Fachtexten etablierter, schlauer Köpfe wälzen (mit zugegeben sehr wechselnder Intensität, der ein oder andere wird wissen wovon ich spreche)
  • irgendwelche mehr oder weniger sinnvolle Leistungsnachweise und/oder Referate vorbereiten
  • nebenbei zusehen, dass man sein schmales Budget durch x-beliebige Nebenjobs aufbessert
  • sofern das Budget gerade mal aufgebessert ist, der Prokrastination fröhnen (siehe Punkt 1 und 2; "Wow, die Küche/das Bad/ Wohnzimmer ist echt mal wieder ganz schön schmutzig...")
  • nach (hoffentlich) sinnvollen Praktika suchen, die deutlich zu häufig unvergütet sind, für die man aber trotzdem einen Bewerbungsaufwand treiben soll, als gehe es um einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei seinem Traumarbeitgeber
  • diese Panik durch kollektive Huldigung der internationalen Getränkequalität sowie körperliche Verausgabung in Form von Tanzen (oder zumindest was man dafür hält, oberste Devise hierfür) zum Schweigen zu bringen
  • wenn man noch immer zu viel Zeit zu haben scheint: anfangen einen Blog zu schreiben.

 

Ziemlich durchschnittlich? Vielleicht. Aber vielleicht genau deswegen relevant. Natürlich sind viele dieser Punkte nichts weiter als Luxusprobleme, was mir auch vollkommen bewusst ist. Ich bin der Meinung, es handelt sich um eine Form von Orientierungslosigkeit, die mich beständig heimzusuchen scheint, aber nach diversen Gesprächen mit Freunden ein Symptom einer ganzen Generation zu sein scheint.

Es wird darum gehen, Orientierung zu bieten. Es wird darum gehen, Missstände zu identifizieren, die das bestehende System aufweist. Es wird schlicht darum gehen, sich Gedanken zu machen, was wir noch verbessern können und müssen.

Noch ein Blog also. Was soll ich hier?

Nun, der Name Graustufen soll zum Ausdruck bringen, dass es bei jedem denkbaren Thema stets ein sehr weites Spektrum an Perspektiven und Betrachtungswinkeln gibt. Ihr wisst schon, das mit der Medaillie und den 2 Seiten. Mindestens 2 Seiten.
Wir sehen uns einem kontinuierlichen Bombardement an Informationen ausgesetzt, ein Umstand, der für die Generation unserer Eltern noch schlicht unvorstellbar war. Der Einzelne muss sich scheinbar anpassen, es wird erwartet, dass wir schneller, flexibler und belastbarer werden.

Was dabei ganz nebenbei über die Klinge springt? Die Zeit, sich fundiert mit gesellschaftlich relevanten sozialen Themen auseinanderzusetzen. Daran finde ich besonders fatal, dass die Mainstream- Medien viel zu häufig keinen kritischen Journalismus anbieten, sondern lediglich mit platten Schemata à la Gut - Böse; Richtig - Falsch; Schwarz - Weiss aufwarten. An diesem Punkt komme ich mit der Beleuchtung der Graustufen ins Spiel.


Ich biete Euch also:

  • eine alternative Perspektive auf die Probleme unserer Gesellschaft, kurz und griffig, ohne sich direkt für irgendwelche Fachseminare einschreiben zu müssen
  • dazu eine subjektive Meinung eines jungen Menschen, abseits von dem ganzen medialen Einheitsbrei der "BILD dir deine Meinung"- Republik
  • eine Synthese aus relevanten Themen und unterhaltsamen Banalitäten
  • und natürlich das geballte Wissen eines Masterstudenten der Politikwissenschaft im 4. Semester ;)

Für meine Rebellion hier bin ich aber auch auf Euch angewiesen.
Wenn meine Arbeit hier gefällt, dann teilt sie doch bitte in allen möglichen sozialen Netzwerken, Twitter und weiß der Teufel was es noch gibt! Folgt mir auf meiner offiziellen Facebook-Page!
Tragt euch rechts am Rand in meine Mailingliste für Neuigkeiten ein, damit ihr auch bloß keine Ausgeburt meines Hirnschmalzes verpasst. Sonst können wir nicht genügen Leute zum eigenständigen Denken anstacheln. Traut euch!

Konstruktive Kritik soll bei meiner Unternehmung immer ein wichtiger Begleiter sein, deswegen seid um Anregungen und Verbesserungsvorschläge nicht verlegen. Außerdem soll hier jeder seine Meinung vertreten und mich und andere sachlich kritisieren können. Ich hoffe es finden sich ein paar Menschen dafür. Aller Anfang ist ja bekanntlich schwer, so viel weiß ich schonmal. Oftmals fehlt es aber auch nur an einem bisschen Mut. 



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